Fragen und Antworten

10 oft gestellte Fragen und Anmerkungen zum Thema sexistische Werbung.
Und was die Watch Group Salzburg dazu sagt.

1.    Sexismus in der Werbung – was ist da schon dabei? „Sex sells“ eben.

Würden es sich Männer gefallen lassen, ihren Penis in Kombination mit Autoreifen oder Jausenwürsten zu präsentieren? „Sex sells“ wirbt fast immer mit weiblichen Körpern. Traditionelle Rollenbilder stehen im Mittelpunkt: Die Frau als Schmuckstück, der Mann als Geldgeber.

 2.    Das kommt sicher von lauter frustrierten Emanzen. Sie sind prüde und verklemmt.

Frustriert sind wir – jedoch nicht sexuell, sondern wegen so viel Ignoranz, veralteter Klischees und ungleicher Behandlung. Sich für das Recht auf den eigenen Körper stark zu machen, ist nicht prüde und verklemmt. Wir wollen unsere Lust selbstbestimmt leben und uns nicht zu Objekten  machen lassen.

 3.    Frauen haben doch schon so viel erreicht, was wollen sie denn noch alles?

Wir wollen nicht nur ein Stück vom Kuchen, wir wollen die halbe Bäckerei. Gleichberechtigung muss selbstverständlich sein. Sexismus verhindert das .

 4.    Niemand zwingt die dargestellten Frauen zu dieser Art von Werbung. Sie machen freiwillig mit – und bekommen dafür bezahlt.

Das wäre ja schrecklich, wenn Frauen dazu gezwungen würden und nicht bezahlt – dann wäre es nämlich Sklaverei.

 5.    Die sind ja nur neidisch, weil sie nicht so schön sind wie die Frauen auf den Plakaten.

Photoshop macht’s möglich – siehe folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=MFPGa0pKyTg 
Sexistische Werbung schafft verzerrte Ansprüche und fördert Schlankheitswahn und Schönheitsoperationen.

 6.    Haben wir keine anderen Sorgen? Die sollen lieber mal schauen, dass Frauen gleich viel verdienen.

Darauf schauen wir, wo wir nur können. Wir kämpfen auch für mehr Einkommensgerechtigkeit. Es gibt eben nicht nur das EINE Problem bei der Herstellung von Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen.

 7.    Wir haben diese Werbung den Frauen bei uns in der Firma gezeigt, ihnen hat es gefallen.

Es geht nicht um den Geschmack von Einzelnen, sondern um den Respekt für Frauen. Jede und jeder entscheidet selbst, was ihr oder ihm gefällt. Sexismus ist kein Kavaliersdelikt, sondern zementiert alte Rollenbilder.

 8.     Mich als Mann stört das auch – was kann ich tun?

In Diskussionen mitreden, Sexismus aufzeigen. Und das Produkt möglichst nicht kaufen. Auch Männer haben es satt, von WerberInnen vorrangig als geile Böcke und Voyeure verstanden zu werden.

9.    Was ist denn so schlimm daran, wenn eine sexy Frau für ein Produkt wirbt? Wenn man Männer in Shorts zeigt, regt das auch niemanden auf.

Frauen werden als Sexobjekte dargestellt, Männern als Helden, Superväter oder Manager. Männer kommen durch die Werbung genauso unter Druck, wenn sie dem Sixpack nicht entsprechen, den der Coca Cola–Light Mann stolz herzeigt.

10. Das ist alles so humorlos. Wo bleibt die Selbstironie?

Wir lachen gerne auf Augenhöhe – auch über Männerwitze.

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