Image-Fragen – Geschlechterdifferenz und Begehren in der TV-Werbung

 Stadt:Dialog der Stadt Salzburg und
der Watchgroup gegen sexistische Werbung

Im Bild (Zenz) v.l.: Barbara Sieberth, Alexandra Schmidt, Christian Salic, Sylvia Mieszkowski
Im Bild (Zenz) v.l.: Barbara Sieberth, Alexandra Schmidt,
Christian Salic, Sylvia Mieszkowski

Werbung wirkt

Image-Fragen – Geschlechterdifferenz und Begehren in der TV-Werbung“ – so lautete der Titel des Vortrags von Sylvia Mieszkowski beim Stadt:Dialog des Frauenbüros der Stadt Salzburg und der Watchgroup gegen sexistische Werbung am 11. April 2013. Mieszkowsi forschte als „Scientist in residence“ an der Universität Salzburg, dem Forschungsförderungsprojekt der Stadt Salzburg. Mit Videoclips der Firmen Renault, Johnny Walker und IKEA zeigte sie, dass sich Unternehmen zwar nach wie vor an eine heteronormative – klassisch und traditionell lebende – Zielgruppe richten, aber immer mehr queer – anders – lebende Gruppen ansprechen wollen. „Es steht also nicht mehr nur die Mann-Frau-Beziehung um Mittelpunkt sondern auch Beziehungen zwischen Männern oder zwischen Frauen“, erklärt Alexandra Schmidt, Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg. So arbeitet Johnny Walker mit klassischen Bildern einer Hochzeit, in der am Schluss zwei Frauen ganz in Weiß vor dem Traualtar stehen. Damit möchte das Unternehmen gesellschaftliche Veränderungen von Beziehungsformen aufgreifen und sich als modern und zeitgemäß präsentieren. Der Werber Christian Salic sagte in der anschließenden Diskussion über Sexismus in der Werbung, dass er sexualisierte Werbung nicht macht – auch wenn das manchmal KundInnen wünschen würden – er findet das „blöd“. Barbara Sieberth, Initiatiorin der Watchgroup gegen sexistische Werbung forderte eine Kennzeichnung bearbeiteter Bilder und ein Verbot sexistischer Werbung.

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