Werberat kritisiert `Sunstroke`Plakat

Sunstroke - FB_KopieBei der Bewerbung für die Party mit dem Titel „Sunstroke“ handelt es sich um ein meterhohes Plakat, welches offenbar jedes Jahr zur Bewerbung der Veranstaltung auf einem Privatgrundstück aufgestellt wird. Es zeigt eine nur mit einem sehr knappen Bikini-Tanga und einem noch knapperen Oberteil bekleidete Frau mit prallen Brüsten, Blick „sexy“ von unten nach oben, langes wallendes Haar, selbstverständlich superschlank.
Dieses Plakat ist als eindeutig sexistisch einzustufen.

Das sieht auch der österreichische Werberat so, dem die watchgroup das Sujet vorgelegt hat und fordert dazu auf, „in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen oder einzelner Sujets sensibler vorzugehen.“

Die Darstellung der Frau hat nicht das Geringste mit der beworbenen Veranstaltung zu tun, die Verwendung eines halbnackten Frauenkörpers scheint hier einzig dem plumpen Motto „sex sells“ zu folgen. Der Frauenkörper wird hier nur als Instrument eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu erzielen.

Darüber hinaus wird auch mit diesem Plakat ein völlig verfälschtes Körperbild gezeigt. Fast schon ein „negativer Klassiker“ ist die Darstellung von Frauen, deren Brüste breiter sind als ihre Hüften, was auch hier der Fall ist. Bilder von superschlanken Frauen mit Riesenbrüsten, dazu perfekte Haare, ein perfekter Teint und ein perfektes Gesicht entsprechen nicht der Wirklichkeit und sind meist verfälscht. Solche Bilder tragen aber zu einem fragwürdigen Schönheitsideal bei, wodurch sich viele (junge) Frauen unter Druck gesetzt fühlen.

Fazit: ein wirklich „billiges“ Plakat & eindeutig sexistisch.

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