Positivbeispiel: Ich sehe was, was du nicht siehst

Bild aus der aktuellen Dove KampagneDove wirbt neuerdings mit „realistischen“ Frauenbildern – ganz „normale“ Frauen sollen ihre Schönheit entdecken und dazu stehen. Ziel der Kampagne ist es, Frauen dabei zu unterstützen, selbstbewusster mit dem eigenen Äußeren umzugehen und ein gesundes Schönheitsbewusstsein zu entwickeln. Der Hintergrund: Nur ein Prozent der österreichischen Frauen würde sich selbst als „schön“ beschreiben – so das Ergebnis einer eigens weltweit durchgeführten Dove Studie, immerhin auch mit 500 Frauen aus Österreich.

Die Bilder der Kampagne heben sich wohltuend von den gewohnten Abbildungen von Frauen in der Werbung ab. Die Frauen sind zum Teil mit ihren Freundinnen abgebildet, sie sind fröhlich, in aktiven Posen und ohne unnötige Freizügigkeit dargestellt. Sie vermitteln einen selbstbewussten und selbstbestimmten Eindruck. Natürlich sind auch diese Bilder bestimmt nachbearbeitet – aber was zählt, ist ein dargestelltes Frauenbild abseits von Sexismus und Diskriminierung. Hier ist ein Bewusstsein erkennbar für den sensiblen Umgang mit Bildern. Wir von der Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung begrüßen das. Denn die Werbelandschaft ist nach wie vor voll von frauenverachtenden Darstellungen, von Diskriminierung und einem unrealistischen Schönheitsideal. Natürlich will auch Dove etwas verkaufen und signalisiert den potentiellen Kundinnen: „Macht euch schön!“. Aber die Botschaft ist hier nicht „schön für einen Mann“, sondern Pflege um sich selbst wohl in der eigenen Haut zu fühlen und das eigene Äußere anzunehmen. Ein positives Beispiel für uns – leider unter vielen negativen, mit denen wir uns beschäftigen müssen.

Die gesamte Kampagne finden Sie hier

Alexandra Schmidt

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